Vergleich von Biopolymeren mit konventionellen Kunststoffen

Kooperation mit der Iowa State University

28. September 2012
Das Interesse an bio-basierten Werkstoffen steigt stetig, wegen der zunehmenden Bedeutung von ökologischen Aspekten bei der Werkstoff- und Prozessauswahl. Leider reicht der Hinweis auf die Verwendung biologisch nachwachsender Grundstoffe nicht aus, um wirklich nachzuweisen, dass ein Werkstoff die Umwelt weniger belastet, als ein konventionelles Erdöl basiertes Material.

Eine Ökobilanz (Life Cycle Analysis) ist notwendig, um alle relevanten Faktoren zu identifizieren und zu quantifizieren.

In diesem Sinne wurde an der Iowa State University ein Modell für die Bewertung der ökologischen Relevanz von Biopolymeren (insbesondere Soja- und Maisstärke basierte) entwickelt. Dieses Modell erlaubt einen korrekten Vergleich mit konventionellen Materialien, dabei werden auch die Kosten berücksichtigt. Projektleiter war Professor David Grewell.

In enger Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Modells wurde bei M-Base eine Software bereitgestellt, die für den gesamten Lebenszyklus eines Produktes den Energieverbrauch, den dadurch verursachten CO2 Ausstoß und die Kosten berechnet und mit konventionellen Kunststoffen vergleicht. Dieses web-basierte Programm steht interessierten Institutionen für die Evaluierung zur Verfügung. Iowa State University und M-Base bieten potentiellen Nutzern aus dem Kreis der Kunststoffproduzenten, Verarbeiter oder OEMs eine individuelle Anpassung auf spezifische Anforderungen an.