11.12.2017

M-Base ist seit Jahren in verschiedenen Projekten involviert, die sich mit dem Einsatz von Biopolymeren und Naturfasern beschäftigen. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass ein wesentliches Hemmnis für deren Einsatz darin besteht, dass Konstrukteure und Entscheidungsträger nicht ausreichend und nicht zum richtigen Zeitpunkt über diese Werkstoffe informiert werden. Es fehlen insbesondere belastbare Informationen über deren tatsächliche ökologische Relevanz gegenüber konventionellen Werkstoffen. Gemeinsam mit den Partnern Ford-Werke GmbH, Basell Polyolefine GmbH, BeoPlast Besgen GmbH, Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB), Hochschule Bremen, Technische Universität Berlin und gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeiten wir nun im Projekt "Integration von ökologischen Kennwerten biobasierter Werkstoffe in den industriellen Planungs- und Konstruktionsprozess – Methodologie und Werkzeuge" an dieser Problematik.

 

Das Hauptaugenmerk ist dabei auf den Konstrukteur gerichtet. Es geht nicht nur darum, für Biokunststoffe und Naturfasern belastbare Ökodaten zur Verfügung zu stellen, sondern im Wesentlichen darum, wie diese in die Konstruktionsabläufe integriert werden. Eine wesentliche Aufgabe von M-Base ist es dabei, Algorithmen und einen Workflow zu entwickeln, wie die Ökokennzahlen in Relation zur Funktionalität des Werkstoffs gebracht werden können, um eine integrative Betrachtung von Systemen zu ermöglichen.